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Geschwisterliebe

Ein unbeschreibliches Gefühl bewegt mich seit einigen Wochen. Meine beste Freundin, meine große Liebe ist --- meine Schwester!

 Es ist fast wie bei Klaus Lage "1000 Mal berührt...". Wir kennen uns über zehn Jahre, es entwickelte sich eine platonische Liebe. Und seit einigen Wochen haben wir uns gegenseitig zu Schwester und Bruder gemacht. Ein fast unzertrennliches Band hält uns zusammen. Wir beide glauben, daß es ewig halten wird. Auch ohne Sex. Wie bei Geschwistern halt, die sich alles erzählen und alle Geheimnisse teilen.

Ich bin ziemlich glücklich zur Zeit.

26.1.09 22:18


Change - Yes, we can!

Ist ist schon fast ewig her, daß ich ier zuletzt etwas eingetragen habe. Die Gründe dafür sind vielfältig. Und ich will sie hier nicht erläutern...

Jetzt steht eine weitere Wende in meinem Leben an. Habe ich vor kurzem erst meine jüngere Schwester gefunden, ganz in der Nähe, so wird sie mir auch gleich wieder entrissen.  Dem Motto der Rubrik folgend gehe ich in den nächsten Wochen mit 95 prozentiger Sicherheit nach Berlin. Meine Firma schickt mich dort hin. Ich setze auf Obamas Motto "Change - yes, we can!", anders kann ich es wohl nicht überstehen. Vielleicht fühle ich mich in der deutschen Haupstadt genauso wohl wie zuletzt in der US-amerikanischen. Dort ging nach Baracks Wahl ein deutlich spürbarer Ruck durch die Gesellschaft, angefangen vom Portier bis in die höchsten Etagen, mit denen ich sprechen konnte.

Also wird 2009 ein spannendes Jahr, für die USA, die Welt, Deutschland und auch für mich.

17.1.09 21:15


Schlank und magersüchtig

Ist Magersucht eine Krankheit? Ich glaube schon. Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es nicht nur die Magersucht bei - wie heißt es bei den Juristen: - "natürlichen Personen", also bei den vielen bekeannten und unbekannten Models beispielsweise, nein, offenbar greift das mittlerweile auch bei den juristischen Personen um sich. In der Wirtschaft wird das dann mit Begriffen wie Globalisierung gerechtfertigt, oder dem vor Jahren mal sich in aller Munde befindenden Ausdruck "lean management". Spricht da eigentlich noch jemand von? Meistens setzen die Schlankheitskuren doch nicht im Management sonder drei Etagen tiefer an...

Aber das nur am Rande. Magersucht ist ja wohl überwiegend kopfgesteuert (ich bin kein Mediziner). Weshalb sich auch erklärt das einer meiner öbersten Übermenschen sich derzeit seinen (unnützen) Schädel (weil offenbar nur mit Stroh gefüllt) zermartert, wie er denn unsere Firma zerlegen kann. Und mein Bereich ist einer der ersten, der dran glauben muß. Das steht fest, sagt und schreibt man. Die Schippe wollte man mir in die Hand drücken, damit ich mein eigenes Grab schaufele. Remonstriert habe ich, ich wolle aber dann auch ein chiques Grab. Hmm. Man hat überlegt, und mir die chippe wieder weggenommen. Mein Boß buddelt jetzt für mich, im blinden Gehorsam. Er ist halt noch ziemlich unerfahren, hat aber in seinen Urlauben Amerika und Australien entdeckt (wer waren schon so Leute wie Kolumbus oder Cook???). Kraft seines Amtes handelt er. Ruck. Zuck. Falsch. :-(

 Ich bin gespannt, wie lange ich es noch aushalte. Die ersten Fäden fange ich zu spinnen an, erneuere sie. Vielleicht muß ich auch noch die dann hoffentlich funktionierende Reißleine ziehen. Dessen anderes Ende hatte letztes Jahr daran gezogen. Und ich konnte wirklich nicht helfen, wie wir nach eingehenden Gesprächen feststellen mußten. Hoffentlich geht andersherum etwas...

Dieses Jahr hat  es wirklich in sich.

12.8.07 21:52


Jawoll!!

Es war dann doch nicht das Letzte, was ich getan habe. Jawohl - ich bin zurück von meiner Tour, mein Motorrad habe ich vorgestern aus Hamburg abgeholt. Gemeinsam haben wir die "Straße des Todes" den "camino de la muerte" in Bolivien befahren. Eine imposante Strecke, wenngleich sie sich bei vergleichsweise schlechtem Wetter nicht gerade von der schönsten Seite zeigte.

Die Gefährlichkeit ist mittlerweile aber wohl drastisch reduziert. Zwar kann man an der Straße an sich nicht viel verbessern, aber die seit einiger Zeit durchgängig befahrbare und bis auf wenige hundert Meter asphaltierte Umgehungsstraße nimmt nun den Verkehr auf, der sich sonst über die spektakuläre Piste des Caminos wälzte. Von La Paz kommend ist der Abzweig zum Camino nur für Eingeweihte zu erkennen, so daß die nervenkitzelnde Fahrt Richtung Coroico immer am Abgrund entlang wohl nur noch von denen gewagt wird, die eben den Weg kennen.

Und doch: selbst jetzt gibt es regelmäßig Tote auf dem Weg, weil in den Nebelschwaden, die aus den Yungas heraufsteigen, der ein oder andere (Tourist!) schon mal zu schnell für die dann plötzlich auftauchende 90-Grad-Kurve ist. Und dann geht's halt ab(wärts). Nicht wie bei der Tour de France drei Meter bis zum nächsten Busch. Nein, da spricht man schnell von dreihundert Metern. Und unten wartet dann Fels. Es gibt sie also durchaus, die Stellen, wo der Weg mal gerade einspurig ist, auf der einen Seite geht die Felswand steil in die Höhe, und auf der anderen Seite gnadenlos ohne Leitplanke oder ähnlichem hunderte Meter in die Tiefe.

Diese Fahrt nach Coroico und zurück nach La Paz war mit Sicherheit ein Highlight der fünfwöchigen Tour. Es gab natürlich auch die andere Seite der Medaille. Ein kapitaler Reifenschaden durch einen dummen Fahrfehler meinerseits. Einen gebrochenen Rahmen, der mit viel Aufwand vor Ort geschweißt wurde. Das sind ärgerliche Dinge, aber so etwas hatte ich auf irgendeine Art einkalkuliert.

Immer wieder toll sind aber die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Sei es die schüchterne Bäuerin auf dem Markt irgendwo in Peru, der Dorfschullehrer der Zwergschule im Süden Boliviens oder der persönliche Betreuer im Hotel (mangels sonstiger Gäste). Hier erhalte ich immer wieder Einblicke in Welten, die so fern sind von dem, was ich hier in Europa gewohnt bin. Es tut mir jedenfalls gut, mal wieder die eigenen Verhältnisse, Sorgen und Nöte einzuordnen, Fünfe mal gerade sein zu lassen und Gelassenheit zu üben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das ich so etwas aus Malle mitbringen kann...

18.7.07 19:57


Bolivien 2007

Ja, das Blog lebt tatsaechlich noch, wenn auch nur sporadisch.

Ich sitze in Lima, Peru, in einem Internetcafe und warte auf die Dinge die da kommen moegen. Eigentlich wollte ich auf dem Motorrad sitzen, zusammen mit meinen drei Mitreisenden. Aber leider hat uns der Zollagent versetzt, der hier scheinbar obligatorisch dafuer ist, irgendetwas aus dem Zoll zu bekommen. Da bleibt nur die Hoffnung.

Ruehrend kuemmert sich die junge Tourismusmanagerin Venus um uns. Ohne es zu wissen, habe ich im Vorfeld das Hotel ueber sie gebucht und heute (Montag) Morgen rief sie gleich an, und erkundigte sich, ob alles ok sei, hat uns spontan zur Reederei begleitet, konnte dort dann aber auch nichts mehr ausrichten.

Ich bin gespannt, wie gut meine Mitreisenden dieses suedamerikanische mañana ertragen koennen - heute jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass sie es nicht gut koennen... Vielleicht auch verstaendlich, haben wir doch nur gut vier Wochen Zeit, um ueber Peru nach Bolivien und Nord-Chile zu fahren, und von dort zurueck nach Lima.

Mal sehen.

15.5.07 00:40


Fata Morgana?

Seit Tagen schweigt mein Tagebuch, ich habe nicht die Kraft hineinzuschreiben. Auch an der Tastatur fällt es mir schwer, Gedanken zusammenzufassen, die Ereignisse der letzten Tage zu notieren, ohne daß ich mich am Rande eines Absturzes entlang hangele.

Meine Wohnung, die ich sonst nur als Platz zum Schlafen betrachtete, ging mir in den letzten Wochen und Monaten heftigst auf den Keks. Es mußte was geschehen. K. aus K. wußte Rat. Nein - es war mehr eine Art Lebenshilfe, ein Akt der Nothilfe. Jedenfalls bat sie mich um Fotos. Der Anruf, der mich daraufhin ereilte, schockte mich dann doch zutiefst, während sie fast einen Schreikrampf bekam. Sicher, sie hat angesichts ihrer Ausbildung und Tätigkeit sehr viel höhere Ansprüche. Was sie dazu veranlaßte, eine Sofortaktion zu starten. Ich bin seitdem glücklicher in meiner "Höhle", auch wenn es nur der erste Akt war. Der mich zudem mal eben nen Tausender gekostet hat, aber gut.

Die Dame B. aus B. ist derweil auf dem Rückweg. Sie war, was die Wohnung betrifft, jedenfalls nicht enttäuscht, nicht direkt ihr Ding, aber das muß ja auch nicht. Es war schön und doch besch..., bis spät in die Nacht haben wir gequatscht. Mehr war nicht mehr. Ostern wurde aufgewärmt aber nicht wirklich verarbeitet, jedenfalls nicht von mir. Gerade beim größten Problem bekam ich noch einen mit - mein Einwand, ich wäre regelrecht paralysiert gewesen, zog nicht. Dabei ist es die Wahrheit.

So fährt sie zurück und hinterläßt eine weite Leere, ein seelisches
Trümmerfeld. Mit dem Wissen und Wollen einer wirklichen Freundschaft, das läßt sie mich jedenfalls immer wieder spüren, wenn's um andere Sachen geht. Oder laufe ich einer Fata Morgana nach?

9.8.06 19:29


So etwas ...

  ... nennt man wohl Midlife crisis. Seit einigen Monaten geht es emotional auf und ab, wie auf der Achterbahn. Parallel dazu kotzt mich meine Wohnung seit geraumer Zeit an. Mit Sicherheit auch deshalb, weil mir die Decke auf den Kopf zu fallen droht, sobald das Wochenende erreicht ist. Zum anderen einfach so, Mobiliar, Gestaltung - einfach alles geht mir auf den Keks.

  Seit heute gibt es zumindest in puncto Wohnung einen Lichtblick. K. hat einen Blick für sowas, hat im weitesten Sinne eine Ausbildung intus, die ihr ein Händchen verleiht, aus einer Höhle einen Palast zu machen. Sie will mir helfen, mit Rat und Tat zur Seite stehen, kurzfristig. Nur schade, daß es bis zum Besuch B.'s nicht reichen wird. Aber B. hat mich eh abserviert, also was soll's (eine Gleichgültigkeit, die ich noch verinnerlichen muß )

  Vielleicht hilft es ja ...

31.7.06 22:48


Reisepläne

 Wen wundert's , daß man bei diesem Wetter Reisepläne schmiedet. Bei 35° Celsius sollte es einem nicht schwerfallen. Oder doch? Warum eigentlich in die Ferne schweifen? Und tatsächlich - auch im heimischen finden sich genug Ziele, zumindest für einen Kurzurlaub. Und dennoch - etwas über die Landesgrenzen hinaus darf es doch sein.

 Da wäre zunächst mal die anstehende Motorradtour nach Polen. Wenn auch nur kurz wie's momentan aussieht, aber trotzdem reizvoll. Masuren steht auf der Liste, zum Glück habe ich schon eine ausgearbeitete Tour, die man in gut zwei Wochen abfahren kann. Kann, nicht muß. Denn ich will dort endlich auch mal zur Ruhe kommen, die letzten Wochen sind einfach zuviel gewesen, Streß bei der Arbeit, mit Kollegen, die Reisen über den Teich - alles etwas viel. Vor allem wenn der letzte Urlaub auch schon wieder so ewig her ist. Das die Kollegen Dienstreisen mit Urlaub gleichsetzen kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Tinnitussi pfeift nicht umsonst in den letzten zwei, drei Wochen wieder verstärkt.

 Zurück aus Polen geht es dann in einem durch nach Korsika. Dort soll's dann etwas lebhafter werden, mit 7 anderen in einem gemieteten Haus. Zwei Wochen lockeres Beisammensein. Wenn ich es solange durchhalte...

 Die beruflichen Reiseziele für den Rest des Jahres stehen auch schon fest. Austria und Australia. Liest sich doch ganz nett, oder??

24.7.06 21:05


Im Engadin

Wenn man so mit dem Moped (oder auch irgendwie anders) die Schweizer Alpenpässe befährt, so von Davos aus über den Flüela kommt und man dann noch eine gemütliche Unterkunft sucht, ja dann kann ich diese hier empfehlen: 
Hotel Engiadina
CH-7551 Ftan / Unterengadin
Einen Straßennamen gibt es nicht. Dazu ist Ftan zu klein.
Das Hotel hat eine sehr schöne Terrasse, und die Fahrt via Ardez ist wirklich eine super Route. Probiert's mal aus...
14.5.06 18:05


Sandkasten

Super. ich freue mich schon auf das kommende WE. Mit Uwe geht es in den Norden der Republik. Die Moppeds werden aufgerüstet, gestern habe ich schon die Räder gewechselt. Jetzt kann der Ritt durch den Sandkasten kommen. Mal sehen, was Bert sich mal wieder hat einfallen lassen, um die Reise-Endurogemeinde an ihre Grenzen zu treiben
14.5.06 15:22


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